Amputierten-Fußball / Sierra Leone

Mohammed Lappia (vorne) trainiert mit Amputierten am Strand von Freetown Fussball (Fotos vom 28.11.09). 1998 waehrend des Buergerkrieges hatte er als 11-Jaehriger sein linkes Bein durch eine Anti-Personen-Mine verloren. Lange Zeit hat er mit hunderten anderen durch Minen und Macheten Verstuemmelten in Auffanglagern zugebracht, am Rande der Gesellschaft, als wertlos, als Belastung betrachtet. Bis er mit dem Fussball begann und ein Bewusstsein für seinen veraenderten Körper gewann. Heute spielt er in der sierraleonischen Amputiertenfussball-Nationalmannschaft, bestreiten Spiele in Russland, Brasilien und der Tuerkei. Fussball gibt ihm die Kraft zu leben und und zu verzeihen: Es ist geschehen. Wenn wir Rache wollen, gibt es einen neuen Krieg, sagt Mohammed, der Luftfahrt studiert.

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